Proviantdose der Gier

Proviantdose der GierDose offen, Essen weg

Das ist meine Proviantdose für die Arbeit.

Oder anders gesagt: ein durchsichtiges Mahnmal menschlicher Schwäche.

Man packt morgens etwas ein, fühlt sich kurz wie ein vernünftiger Erwachsener und denkt: So, damit komme ich sauber durch den Arbeitstag.

Theoretisch

Praktisch steht diese Dose dann irgendwo in Reichweite. Das ist der erste Fehler. Der zweite Fehler ist, sie während der Arbeit zu öffnen. Nicht, weil gerade Pause ist. Nicht, weil der Magen laut genug knurrt, um eine Betriebsversammlung zu stören. Sondern einfach so.

Aus Esslust.

Gedankenverloren.

Weil der Kopf gerade beim Job ist und die Hand offenbar ein eigenes kleines Parallelleben führt.

Dann langst du einmal rein, natürlich nur kurz. Dann noch einmal, weil es ja kaum auffällt und wieder, weil der erste Griff offiziell nur ein Test war. Irgendwann ist aus „für später“ ein „war wohl eben“ geworden.

Das Problem merkt man natürlich nicht sofort.

Man merkt es erst rund 1,5 Stunden bevor man den Inhalt eigentlich gebraucht hätte.

Dann guckt man in die Dose.

Die Dose guckt zurück.

Leer.

Gedankenlose Gier hat eben manchmal einen Deckel. :mrgreen:

 

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Die Plage mit den Erdnüssen …

Als Brot getarnte Erdnüsse ;-)Schwach geworden

Wer hier im Blog ein bisschen mitliest, kennt die Vorgeschichte im Büro.

Erst stand da eine Schüssel mit Erdnüssen im Pausenraum, dann wurden es zwei.

Beide randvoll mit dem gefährlichen Zeug, sauber platziert, damit man ja nicht drumherum kommt.

Is‘ bestimmt so ein Arbeitgeberding! Nix mit „Früchtekorb“, „Extraurlaub“ oder „Wasser kostenlos“! :roll:

NE!

Erdnüsse Freunde, DAMIT ködert man Mitarbeiter.

Wobei … auch Blödsinn, bin ja schon da, was sollte man da ködern?
Nur, wenn keiner ködert, warum dann Erdnüsse? Ich wittere eine Falle, ein Komplott!

Die nächste Stufe

Die Kollegen (oder wer auch immer das da hingestellt hat) haben mich jedenfalls so erfolgreich angefixt, dass ich inzwischen eigene Erdnüsse kaufen musste.

Ganz offiziell, mit Kassenzettel. Mitgenommen ins Büro, getarnt in der Brotdose, damit es nach harmloser Pausenverpflegung aussieht und nicht nach ernsthaftem Suchtthema.

Ist das schon der Abstieg?
Wie soll das enden?
Totalversagen der Selbstbeherrschung?

Und dann kommt der Gedanke, der es nicht besser macht!

Was, wenn ich jetzt eine Nussallergie bekomme, aber längst an dem Punkt bin, an dem ich nicht mehr stoppen kann? Nie mehr!

Ist es dann das Ende?

Und wenn ja, wovon eigentlich?
Von der Vernunft, der Snackkultur im Büro oder einfach nur von meiner Restwürde?

Beschaffungskriminalität, eigene Plantage, Ernte im Homeoffice – alles gedanklich schon einmal durchgespielt :shock:

Sicher ist nur eins, die Büro-Erdnüsse haben eine Dynamik entwickelt, die mir langsam ein bisschen unheimlich wird.

Okay, ich fege mal ein paar Schalen weg  … :mrgreen:

Wer kämpft mit? ;-)

 

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Dies und das noch: