Das große Wundern vor leeren Schaufenstern

Ladensterben ist selten Zufall, gebastelt mit KI.Zwischen Politik, Parkplatz und Paketbote

Wieder mal ist mir in den Nachrichten der letzten Tage, online wie offline, das gleiche Thema ins Auge gesprungen.

Hier macht ein Geschäft dicht, dort verschwindet die nächste Filiale einer größeren Kette und mit jedem geschlossenen Laden wird es ein Stück schwieriger, bestimmte Dinge überhaupt noch vor Ort zu bekommen.

Wer heute ein Musikinstrument kaufen oder ausprobieren möchte, ein paar Elektronikbauteile braucht oder einfach nur einen Schuster sucht, merkt ziemlich schnell, dass solche Geschäfte längst nicht mehr selbstverständlich sind. Dabei gab es das alles mal, ohne dass man vorher eine halbe Recherche betreiben musste, wo überhaupt noch ein entsprechender Laden existiert.

Das betrifft inzwischen längst nicht mehr nur die klassischen Innenstädte, auch außerhalb der City wird es zunehmend dünner. Dass ich als Kunde trotzdem immer häufiger online bestelle, hat seine Gründe, und die fangen oft schon an, bevor ich überhaupt einen Laden von innen sehe.

Erst mal hinkommen

Wer heute mit dem Auto einkaufen möchte, hat vielerorts schon vor dem eigentlichen Einkauf reichlich Beschäftigung. Hier eine gesperrte Durchfahrt, dort eine neue Verkehrsführung, dazwischen Tempo 30 auf Strecken, bei denen sich mir der Sinn beim besten Willen nicht erschließt. Am Ziel angekommen beginnt die Parkplatzsuche, sofern noch ausreichend Plätze vorhanden und halbwegs bezahlbar sind.

Ach ja, Bus und Bahn gibt es natürlich auch noch (an manchen Orten), die inzwischen offenbar als Lösung für nahezu alles herhalten sollen. Wer seinen Einkauf möglichst effizient erledigen oder größere Mengen transportieren möchte, kann damit allerdings herzlich wenig anfangen.

In der Werbung und bei manchen Influencern mag „Shopping“ ja ein tolles Erlebnis sein, für mich ist Einkaufen in aller Regel eine notwendige Pflicht, die ich möglichst zügig hinter mich bringen möchte. Dafür brauche ich keinen halben Tagesausflug samt Rückreise mit vollen Einkaufstaschen.

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Man kauft Waren, nicht das Personal

Symbolische EinkaufswagenIch zahle – ich darf hier alles!

Gestern kam als Reaktion auf meinen letzten Beitrag der Hinweis, dass das Verhalten vieler Menschen nicht nur online fragwürdig ist, sondern durchaus auch im echten Leben.

Zum Beispiel im Einzelhandel

Und ja, das kann ich bestätigen!

Ich selbst habe dem ganzen Zirkus seit 2002 den Rücken gekehrt. Damals noch im technischen Bereich unterwegs, zum Glück nicht immer direkt im Verkauf.

Aber ich weiß, wie es da läuft und vor allem höre ich’s quasi täglich:
Drei von drei meiner Kinder arbeiten im Lebensmittelhandel. Drei von drei, also 100 %!

Und was die erzählen, ist nicht nur haarsträubend, es ist manchmal einfach nur noch beschämend.

Denn das Problem taucht nicht nur an der Kasse auf, es beginnt oft schon zwischen den Regalen.
Manche Kunden benehmen sich, als ob mit dem Einkauf Anstand, Respekt und überhaupt Benehmen keine Rolle mehr spielen.

„Ich zahl hier, also hab ich das Sagen“ scheint das unausgesprochene Motto zu sein.

Ein paar Originalsätze gefällig?

„Ich bestehe jetzt darauf, dass Sie die nicht vorrätige Ware herausgeben!“

„Du bist doch nur zu faul, mal im Lager zu suchen!“

„Ich hab doch gesehen, dass Sie grad nix tun – dann können Sie mir jetzt helfen.“

„Für das Geld, das Sie kriegen, können Sie sich ruhig mehr Mühe geben.“

„Bringen Sie mich mal an das richtige Regal, ich habe keine Lust selber zu denken.“

Das alles oft ohne Gruß, ohne Blickkontakt, gerne mit einem Tonfall, der irgendwo zwischen herablassend und aggressiv pendelt.

Neuerdings kommt auch immer öfter hinzu, dass es selbstverständlich zu sein hat, dass die Leute im Verkauf alle Sprachen der Welt sprechen können müss(t)en.

//Ironie on

Es kann schließlich niemand erwarten, dass man in einem Geschäft in Deutschland auch wenigstens im Ansatz die Landessprache drauf haben sollte, gell?

//Ironie off ;-)

Dabei ist es eigentlich recht einfach

Man bezahlt im Supermarkt die Ware, nicht die Seele der Menschen, die dort arbeiten.
Kein Preis der Welt beinhaltet das Recht, andere wie Fußabtreter zu behandeln.

Diese Leute sorgen dafür, dass überhaupt was im Regal liegt, dass wir nicht drei Stunden an der Kasse oder vor leeren Kühltruhen stehen.

Und ja, auch wenn es von außen vielleicht nicht nach dem Traumberuf aussieht, es ist ehrliche Arbeit und man sollte es kaum glauben – nicht wenige Menschen machen sie gerne. Oft unterbesetzt, unterbezahlt und überlastet.

Kunden haben Rechte – ganz klar. Aber eben nicht das Recht, sich wie die letzte Instanz über andere zu stellen.
Ein bisschen Respekt kostet nichts. Ein schlichtes „Danke“ auch nicht.

Und um fair zu bleiben:

Die berühmte Ausnahme bestätigt die Regel – es geht natürlich auch anders.

Es gibt sie, die freundlichen, rücksichtsvollen Kunden. Die, die „Guten Tag“ sagen, sich bedanken, Verständnis zeigen.

Für genau diese Menschen lohnt sich der Job dann manchmal doch wieder ein bisschen mehr.

Habe ich mir jedenfalls sagen lassen :mrgreen:


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Momente im Bild: Ein F40 als Dank!

F40 als DankKleine Gesten

Zugegeben, der Inhalt dieses Beitrages hier betrifft nicht mich, aber immerhin kann er vielleicht dabei helfen, so ein bisschen den Glauben an die Menschheit zu erhalten.

Einfach so

Mein Sohnemann arbeitet seit Jahren im Einzelhandel. Gerade um die Weihnachtszeit herum wird es da – naja, sagen wir mal – „interessant“. Ihr kennt das: Leute, die sich benehmen, als wären sie die Einzigen, die an diesem Tag einkaufen müssen. Oder solche, die die Kassierer wie ihre persönlichen Butler behandeln. Keine Seltenheit.

Aber es gibt sie auch, die berühmten Ausnahmen. Und genau so eine hat er neulich erlebt.

Zu dem Lego-Ferrari F40 auf dem Foto

Vor ein paar Monaten stand er mit einem Kollegen im Laden und die beiden haben sich über Autos unterhalten. Traumwagen, Sportwagen, italienische Klassiker – ihr ahnt es. Irgendwo fiel auch der Name „Ferrari F40“. Das war’s eigentlich schon.

Jetzt, vor ein paar Tagen, steht plötzlich ein Kunde vor ihm, drückt ihm eine kleine Schachtel in die Hand und sagt, das sei ein Dankeschön. Darin? Ein Lego-Modell vom F40.

Wie cool ist das bitte?

Sowas gibt’s noch!

So eine Geste ist nicht nur nett, sie zeigt auch, dass es nicht immer nur ums Nehmen geht. Manchmal sind Menschen eben doch in der Lage, etwas zurückzugeben – einfach so, ohne große Worte, und genau das macht es so besonders.

Fazit: Glaubt nicht alles, was ihr so hört. Es gibt sie noch, die guten Geschichten.

Klasse, oder? :-)

 

 

 

   

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Heribert und der Stress im Einzelhandel

Heribert und der EinzelhandelIn der Pause Schwein gehabt?

Darf ich vorstellen?

Das ist Heribert!

Wenn gerade Teile der Familie, gerade in der Zeit vor Weihnachten, im Einzelhandel arbeiten, bekommt man natürlich die eine oder andere kuriose Story mit.

Die Belastung der Menschen in den diversen Jobs der Lebensmitteltempel (unter anderem …) ist in den Tagen vor Weihnachten natürlich hoch. Action bis Oberkante Unterlippe sozusagen, da sollte man vielleicht auch als Kunde mal kurz drüber nachdenken.

Schnaps für Heribert ;-)Im typischen Vorweihnachtschaos!

Heribert hätte sicher ’ne Menge zu erzählen, da haben die anderen aus den Teams ihm wohl vielleicht auch vorsorglich lieber die Kippe in den Mund gesteckt, dass er da nicht rumgrunzt und die Laune in den Keller zieht :mrgreen:

Tja, in solchen Momenten gönnt sich sogar der Nichtraucher mal eine Zigarette. Wie es scheint, ist das in dem Moment wohl nötig.

Wenn es ganz dolle wird, hat er es auch zum Alkohol nicht weit, aber alle Beteiligten hoffen natürlich, dass es so weit nicht kommt!

Na, vielleicht hat Heribert ja Schwein und der Tag bleibt entspannt … ;-)

 

 


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