Dreister geht immer!
Es gibt Ideen, da liest Du im Netz nur die ersten Worte und weißt: Jetzt legen sie wieder einen drauf.
Bester Tipp: Vor dem zweiten Kaffee alles ignorieren.
Manchmal ist man aber zu neugierig, schon zu wach, oder der Kaffee war stärker als erwartet. Jedenfalls steht man dann da, liest weiter und fragt sich, ob in Berlin eigentlich noch jemand merkt, was er da erzählt.
So dumm kann niemand sein. Auch dann nicht, wenn man von dem Ressort, für das man da zuständig ist, offenbar gar keine Ahnung hat.
Nein, das ist entweder Gleichgültigkeit oder pure, absichtliche und ziemlich dreiste Verarschung.
Da wird den Arbeitnehmern eine Entlastung verkauft. Bis zu 1.000 Euro sollen steuer- und abgabenfrei möglich sein. Das klingt natürlich erst mal gut, weil mehr Geld auf dem Konto immer besser aussieht als weniger Geld. Gerade in einer Zeit, in der man beim normalen Einkauf an der Kasse kurz überlegt, ob man gerade Lebensmittel bezahlt oder heimlich Anteile an einem Rohstoffkonzern gekauft hat.
Nur steht die eigentliche Pointe nicht in der schönen Überschrift.
Der Arbeitgeber soll zahlen
Der Staat zahlt diese 1.000 Euro nicht.
Die Bundesregierung schreibt selbst, dass Arbeitgeber diese Entlastungsprämie zusätzlich zum Arbeitslohn auszahlen können. Eine Pflicht gibt es nicht, so steht es bei der Bundesregierung.
Auch das Bundesfinanzministerium spricht davon, dass Arbeitgeber im Jahr 2026 eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro zahlen können. Können. Nicht bekommen. Nicht müssen.
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