Wenn man Gäste schon am „Klack“ erkennt
Langsam muss ich wohl doch über ein kleines Hotel nachdenken.
Für Grashüpfer, Heuschrecken, Heupferde oder wie auch immer die jeweiligen grünen Kollegen gerade korrekt heißen. An Kundschaft scheint es jedenfalls nicht zu mangeln.
In den letzten Tagen waren nämlich schon wieder ein paar hier.
Auf den Autos sitzt übrigens auch regelmäßig einer. Aber eben immer nur einer auf einem der Autos. Nie mehr. ![]()
Mittlerweile müssen wir die Tierchen teilweise nicht einmal mehr sehen. Es reicht ein bestimmtes „Klack“ irgendwo im Raum und man weiß ziemlich genau: Da ist wieder einer.
Je nach Größe klingt das ein bisschen anders. Mal landet einer auf einer Lampe, mal an der Wand oder auf der Tapete. Irgendwann entwickelt man offenbar ein Gehör dafür.
Andere erkennen ihre Familienmitglieder am Schritt im Flur, wir inzwischen Heuschrecken am Einschlag.
Kann man auch nicht überall von sich behaupten. ![]()
So langsam wird es eine Serie
Ganz neu ist das Thema hier schließlich nicht. Die Hüpfer ziehen sich inzwischen durch mehrere Beiträge und spätestens bei Flip und seiner Rückfahrkarte hätte ich eigentlich merken können, dass die Sache langsam System bekommt.
Die einen wollen nicht raus, andere tauchen am Auto auf und wieder andere kommen offenbar einfach vorbei, um zu prüfen, ob noch ein Zimmer frei ist.
Vielleicht hängt draußen irgendwo wirklich eine Bewertung:
„Etwas seltsamer Betreiber, aber man wird meistens wieder lebend vor die Tür gesetzt. Vier Sterne, einen ziehe ich wegen fehlendem Frühstück selbst ab.“
Was machen die eigentlich im Winter?
Mit dem Herbst dürfte hier langsam Ruhe einkehren. Die Fenster bleiben wieder öfter geschlossen und damit wird auch die Zahl der spontanen Besucher vermutlich deutlich sinken.
Bleibt nur die Frage, wo die Kollegen dann eigentlich sind. ![]()
Hüpfen die in den Süden?
Eher nicht, vermute ich wenigstens. ![]()
Wenn es sich bei unseren großen grünen Besuchern tatsächlich um das Grüne Heupferd handelt, läuft das Überwintern deutlich unspektakulärer. Die Eier werden im Boden abgelegt und bleiben dort ziemlich lange. Laut NABU meistens zwei Jahre, manchmal sogar bis zu fünf.
Die nächste Generation liegt also möglicherweise längst irgendwo im Garten und wartet auf ihren Einsatz.
Na großartig.
Dann kann ich das Hotel vermutlich doch ganzjährig geöffnet lassen.