Eine Party-Katze zum Mitnehmen

Hier steht sie still, die fahrende Katze. Wollt ihr sie in euren Videos bewegen?My cat 2 go

So, ja, stellt euch vor, ich sitze im Job und habe mir in den Kopf gesetzt, in einem eigenen Video eine Katze am Steuer einzubauen. So etwas hatte ich irgendwo gesehen, fand es lustig und wollte die Szene gerne für eine eigene Produktion verwenden.

Nicht das fertige Reel teilen, sondern die Katze per Greenscreen oder Overlay als Bestandteil in ein anderes Video einbauen. Eigentlich keine besonders ausgefallene Idee, schließlich gibt es im Netz reichlich solcher Animationen.

Dummerweise meldet sich bei so etwas aber mein Pflichtbewusstsein (immerhin geht es um den Job und damit auch um Verantwortung und Rechtliches) und meint, ich solle doch gefälligst prüfen, ob ich das fremde Material überhaupt verwenden darf.

Tja, genau da wird es schwierig. Entweder lässt sich der ursprüngliche Urheber nicht eindeutig ermitteln oder es ist völlig unklar, unter welchen Bedingungen das Material verwendet werden darf.

Dort, wo ich jemanden erreichen konnte, habe ich deshalb angefragt, ob eine entsprechende Lizenz zu bekommen wäre. Nur blieben diese Anfragen teilweise über Tage, in manchen Fällen sogar über Wochen unbeantwortet. Nicht einmal die Frage, ob und zu welchen Bedingungen ich dafür bezahlen könnte, ließ sich klären.

Irgendwann reicht’s dann aber auch, schließlich wollte ich ein Video produzieren und nicht hauptberuflich verschollene Urheber suchen. :roll:

Ich will meine Katze!

Was macht man, wenn sich ein Werkzeug nicht vernünftig beschaffen lässt? Richtig, man baut es sich selbst. ;-)

 

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Ein Beitrag geteilt von Michael F. (@sesselphilosoph)

In diesem Fall eben mit Unterstützung von KI, ein paar Versuchen bei der Animation, eigens produzierter Musik und anschließendem Videoschnitt. Der grüne Hintergrund gehört übrigens absichtlich dazu, denn die Katze sollte sich möglichst einfach freistellen und in andere Videos einbauen lassen.

Ein bisschen Arbeit steckt da schon drin, auch wenn das Ergebnis eigentlich nur ein kleines, gut gelauntes Tierchen mit Sonnenbrille und Lenkrad ist. Inzwischen hat es jedenfalls seinen vorgesehenen Einsatz hinter sich.

Nicht für die Katz

Nun wäre es doch irgendwie schade, wenn die ganze Arbeit nach einer einzigen Verwendung für die Katz gewesen wäre. :mrgreen:

Deshalb stelle ich die Animation samt Musik hier kostenlos zur Verfügung, falls ihr für eure eigenen Videos ebenfalls eine solche Szene gebrauchen könnt.

Die Katze lässt sich über den grünen Hintergrund (#00C400 bzw. RGB 0, 196, 0) freistellen und beispielsweise als Overlay in eigene Aufnahmen integrieren. Bearbeiten, schneiden, kombinieren und natürlich auch kommerziell verwenden ist ausdrücklich erlaubt, einschließlich der Nutzung auf Unternehmensaccounts.

Einzige Einschränkung ist, dass das Material selbst, also das Video, die Musik oder einzelne Bestandteile, nicht als eigenständiges Produkt weiterverkauft werden darf, wobei ich davon ausgehe, dass das eh nicht passiert.

Falls ihr die Katze gebrauchen könnt, findet ihr das komplette Video samt Musik hier bei Google Drive zum Download. Eine Erwähnung, woher das Material stammt, wäre natürlich nett, ist aber ausdrücklich keine Bedingung.

Warum ich bei solchen Dingen so genau auf die Nutzungsrechte achte, habe ich übrigens im Beitrag „Darf ich das eigentlich verwenden?“ beschrieben.

Falls euch die Katze irgendwann in einer eigenen Produktion begleitet, zeigt mir ruhig, was ihr daraus gemacht habt. Mich würde jedenfalls interessieren, wo das Tierchen noch überall auftaucht.

Für Erfolg oder Misserfolg garantiere ich aber weder bei mir noch bei euch. ;-)

 

 

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Bisschen Desasterkreis & Social Media?

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Darf ich das eigentlich verwenden?

Katze mit Smartphone in der Musikfalle.Wenn ein lustiges Reel rechtlich zum Problem wird

So, was passiert, wenn man in den sozialen Medien aktiv unterwegs ist und nicht aufpasst? Richtig! Man nutzt unter Umständen, ohne üble Absicht, Material, das jemand anderem gehört, der obendrein vielleicht noch nicht einmal weiß, dass sein Werk da gerade wie die sprichwörtliche Sau durchs Internet getrieben wird.

Warum mich das beschäftigt?

Nun, ich erstelle beruflich Inhalte für Social Media, unter anderem für ein Unternehmen, und da hängt eben mehr dran als nur ein lustiges Video. Was über einen Firmenaccount veröffentlicht wird, gehört zum geschäftlichen Auftritt, selbst wenn das Reel keinen einzigen Euro einbringt. Wenn dabei fremde Rechte verletzt werden, stehen plötzlich mögliche Abmahnungen, Forderungen und nicht zuletzt der gute Name des Unternehmens im Raum.

Ich MUSS also schon aus beruflichen Gründen ein Auge darauf haben, was wir verwenden, woher es stammt und ob die Nutzung überhaupt erlaubt ist. Schließlich möchte ich mit meiner Arbeit Aufmerksamkeit schaffen und keine Beschäftigung für irgendwelche Anwaltskanzleien.

Genau deshalb schaue ich bei manchen Trends und Hypes auch etwas genauer hin. Ihr ahnt nicht, wie viele Accounts zumindest das Potenzial haben, mit einem Bein im Gerichtssaal zu stehen. Da kann einem schon mal ziemlich anders werden, wenn sich hinter einem vermeintlich harmlosen Spaß plötzlich eine ganze Sammlung ungeklärter Nutzungsrechte verbirgt.

Besonders bei kleinen Firmenaccounts fällt mir das auf. Da wird mal eben ein Reel veröffentlicht, meistens aus Spaß an der Sache, ohne dass überhaupt jemand darüber nachdenkt, welche rechtlichen Folgen das haben könnte. Ich drücke wirklich allen die Daumen, dass es gut geht, denn ich bin ziemlich sicher, dass es in den allermeisten Fällen um den Spaß und nicht ums Geld geht.

Wenn die Musik aber doch angeboten wird …

Mich erschreckt manchmal schon, dass selbst professionelle Creator nicht immer wissen, dass Musik aus den Bibliotheken der Plattformen eben nicht automatisch nach dem Motto „Passt schon!“ verwendet werden darf.

Privat ist ungleich kommerziell! Was auf Instagram erlaubt ist, darf nicht automatisch auch auf Facebook verwendet werden, von TikTok und anderen Plattformen ganz zu schweigen. Die GEMA erklärt das beispielsweise für soziale Medien, und TikTok hat sogar eine eigene Musikbibliothek für kommerzielle Zwecke.

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