Zwischen Keks und Kopf-Tisch

Geöffneter Flachwitz-Keks mit grüner Verpackung und einem Witz über Elefanten, die sich in Bäumen verstecken.Zwischen Philosophie und Kopf Tisch

Ich habe es aus den unterschiedlichsten Gründen ja immer mal mit Glückskeksen zu tun.

Ne, besser gesagt, mit mehr oder weniger tiefsinnigem Gebäck :mrgreen:

Mal sagt der Keks „folge deinem Herzen“, mal erklärt er mir in einer Geschichte in vier Bildern das Leben, mal steht (krümelt) er einfach nur da und tut so, als wäre er kurz vor der Erleuchtung, ihr kennt das.

Wir bewegen uns da gerne irgendwo zwischen „geh in dich und denke“ und „hier ist deine Zukunft, wir wünschen dir dann mal das Beste, leider müssen wir weiter, wir haben noch einen Termin“.

Also ganz normale Gebäckphilosophie.

Jetzt aber hat Tochter S. offenbar die nächste Stufe dieser knusprigen Lebensberatung aufgetrieben.

Die Rubrik heißt: FLACHWITZ :shock:

Ich lasse das mal kurz stehen.

Angefressener Flachwitz-Keks mit grüner Verpackung und zwei Sprüchen über letzte Mahnungen und versteckte Elefanten.FLACHWITZ

Nicht Weisheit. Nicht Schicksal. Nicht „du wirst bewundert“, wie es ein anderer Keks schon mal völlig richtig erkannt hat (braver Keks, DER Keks war toll!).

Nein, diesmal geht es direkt dahin, wo der Humor schon eine Warnweste tragen müsste.

Alt und flach, aber lachen musste ich doch :mrgreen:

Auf dem ersten Zettel steht:

„Warum sieht man nie Elefanten, die sich in Bäumen verstecken? Weil sie so gut darin sind.“

Ja, mehr ist es nicht.

Das ist genau diese Sorte Witz, bei der man erst denkt, dass sich irgendwo noch eine zweite Ebene verstecken muss. Dann merkt man, es gibt keine zweite Ebene. Nicht mal eine halbe. Der Witz liegt bereits auf dem Boden und winkt von unten.

Trotzdem musste ich lachen.

Nicht laut. Nicht dramatisch. Aber so ein kurzes „ernsthaft jetzt?“ mit Mundwinkelbewegung war schon dabei. Und wenn ein Keks das schafft, hat er vermutlich mehr erreicht als manche große Lebensweisheit, die mit bedeutungsschwangerem Blick in goldenes Papier gewickelt wird.

Neugier

Natürlich blieb es nicht bei diesem einen Zettel. Wenn so eine Packung schon „Flachwitz“ verspricht, muss man ja wissen, wie tief der Keller wirklich geht.

Also kam noch einer:

„Habe heute einen Brief bekommen: „Letzte Mahnung“. Gut, dass das endlich aufhört.“

Das ist natürlich komplett dämlich.

Also genau mein Niveau, wenn der Kaffee leer ist und das Hirn schon mit der weißen Fahne wedelt.

Zwischen Schlaumeier-Glückskeks, Lebensrat und diesem Flachwitz-Zeug liegt am Ende gar nicht so viel Strecke, wie man vielleicht denken möchte. Der eine tut wichtig, der andere versucht es gar nicht erst. Vielleicht ist mir Letzteres sogar lieber ;-)

Wie sagte die Tochter so schön, wenn auch in einem anderen Zusammenhang „Der ist so flach, da musst’e die Beine heben“, ich lasse das jetzt einfach mal so stehen…

Philosophie kann jeder, Kopf Tisch mit Biss ist auch mal was.

 

 

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