Heute kommt der Strom aus der Konserve
Ich bin wieder einmal auf dem Trip, herauszufinden, wie weit man kommt, wenn kein Strom aus der Steckdose verfügbar ist.
Passend bietet sich dafür der Garten an. Nicht, weil dort die Zivilisation endet, sondern weil ich für normalen Netzstrom tatsächlich erst eine Kabeltrommel bemühen müsste. Also kann ich genauso gut versuchen, das Ganze mit Energie aus der Konserve zu erledigen.
Die Kabeltrommel lacht trotzdem
Witzig ist dabei nur, dass zuverlässig jemand aus dem Clan nach draußen kommt und etwas vorhat, das ohne „richtigen“ Strom natürlich überhaupt nicht funktioniert.
Dann steht die Kabeltrommel da, während ich daneben mit Solarpaneel, Powerbank und Spannungswandler den Betatester spiele, und grinst mich an.
Aber: Mein Pioniergeist lacht darüber. HA! ![]()
Nebenbei, wenn die Regierung weiterhin so fähig und gut zu uns ist, gibt es Strom in Zukunft vielleicht ohnehin nur noch, wenn man artig war, brav gegendert und natürlich passend gewählt hat. Aber lassen wir das…
Man nehme etwas Sonne
Die Grundidee ist bei mir nicht neu. In Powerbank, Solar und Ampere für unterwegs ging es schon einmal um meinen kleinen Solarstromkreis im Garten. Auch die mobile Elektronikwerkstatt lebte bereits von Powerbank, USB und Spannungswandler.
Diesmal soll allerdings nicht nur ein Tablet, Smartphone oder USB-Lötkolben versorgt werden, sondern gleich ein Notebook.
Man nehme also ein faltbares Solarpaneel mit 21 Watt, eine Powerbank, die gleichzeitig geladen und entladen werden kann, und etwas Geduld.
Zumindest theoretisch kann die Powerbank beides parallel. In der Praxis klappt das gerade eher so semi, wie ich bei diesem Versuch feststellen durfte. Vielleicht wird das noch ein Fall für eine Reklamation.
21 Watt sind schließlich kein Atomkraftwerk, für ein paar mobile Geräte aber durchaus brauchbar. Die Powerbank speichert, was gerade von oben kommt, und versorgt gleichzeitig alles, was am anderen Ende Energie haben möchte.
Aus fünf werden bei Bedarf zwanzig
Das Jumper-Notebook gibt sich mit den fünf Volt aus einem normalen USB-Anschluss natürlich nicht zufrieden. Dafür kommt ein kleiner Spannungswandler dazwischen, der aus den fünf Volt je nach Einstellung bis zu 20 Volt macht, hier reichen allerdings 12 V absolut aus.
Das kleine Notebook ist beim Stromverbrauch deutlich weniger gierig als mein großes Gerät und passt deshalb ganz gut zu diesem Versuch.
Mit einem vollen internen Notebookakku und einer geladenen Powerbank komme ich locker durch den Tag. Eine zweite Powerbank kann währenddessen abwechselnd oder parallel am Solarpaneel hängen, je nachdem, was die Sonne und die Technik gerade daraus machen.
Damit bleiben neben dem Notebook auch noch genug Reserven für Smartphone, Tablet, Bluetoothlautsprecher und alles andere, was sich irgendwie über USB füttern lässt.
Selbst mein E-Survival-Summer-Pack könnte noch mitspielen, falls neben der Sonne auch die Temperatur wieder übertreibt.
Im Grunde lebt der ganze Tisch aus fünf Volt.
Nur der Kaffee kommt besser schon fertig mit nach draußen. Einen ordentlichen Pott Wasser mit USB-Leistung zu erhitzen, würde aus dem entspannten Gartentag vermutlich ein mehrtägiges Forschungsprojekt machen ![]()
Die Kabeltrommel kann also weiter warten.
Sie steht zwar da, aber mein Tisch braucht sie nicht (der Rasenmäher und der Hochdruckreiniger allerdings schon) … ![]()