Ein Hotel mitten in der Steinwüste
Frankfurt kann viel. Hoch, voll, teuer und vor allem ziemlich steinig.
Oben im Dachbereich eines großen Einkaufs- und Business-Komplexes sieht es entsprechend aus. Wenig Grün, keine Wiese, kein Wald, dafür Glas, Beton, Technik und Flächen, auf denen Natur eher wie ein Irrtum wirkt.
Mitten in dieser Steinwüste steht dieses Insektenhotel.
Kleine Zimmer, kein Frühstück, vermutlich eine eher mäßige Aussicht, dafür trocken und wenigstens ein Platz für alles, was summt, krabbelt und sich von etwas Großstadt nicht abschrecken lässt.
Gute Lage sieht anders aus
Klar, aus der Frankfurter Betonwüste wird wegen dieses Holzkastens kein Biotop. Ein paar Röhrchen retten auch nicht mal eben die ganze Insektenwelt, so funktioniert das nun einmal nicht.
Sie sind aber mehr als gar nichts.
Bei mir hatte sich kürzlich noch ein Insekt ganz ohne Buchungsportal in einem Gartenhocker einquartiert. Hier hat jemand wenigstens bewusst etwas hingestellt, obwohl ringsherum kaum etwas nach Natur aussieht.
Dass schon ein überschaubares Stück Grün einiges bewirken kann, habe ich bei der Blühwiese hier in Fürth gesehen. Das Gewusel und Brummen ließ sich dort auf einem Foto kaum festhalten.
Hier oben fehlt zwar das große Buffet, ein paar Zimmer stehen aber wenigstens schon bereit.
Der berühmte Tropfen
Man kann natürlich sagen, das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Stimmt sogar.
Nur werden aus 10.000 Tropfen irgendwann ziemlich viele, und vielleicht kühlt der berühmte Stein dann doch ein wenig ab. Besser jedenfalls, als daneben zu stehen und ausführlich zu erklären, warum ein einzelner Tropfen angeblich nichts bringt.
Man muss eine Steinwüste nicht schönreden.
Ein kleines Hotel hineinzustellen, schadet ihr aber ganz sicher nicht. ![]()
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