Der arme Eimer

Der Sturmopfer-EimerDie Natur hat ihn besiegt

Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an Sabine, den Sturm aus den jüngeren Tagen des Jahres? Dieser Eimer dort, der war eines der Opfer. Erst war er tagelang verschollen und als ich ihn dann am anderen Ende des Gartens wiedergefunden habe, musste ich dieses klägliche Loch entdecken. Meine Tochter meint zwar, das war schon vorher drin, aber kann ja gar nicht sein. Ich mein‘, wer benutzt denn schon Eimer mit Loch? Also einem zusätzlichen Loch natürlich, das andere oben, das Große, ist ja ungemein praktisch.

Wie auch immer, dieses tapfere Eimerlein nutze ich eigentlich ständig als Knecht bei der Gartenarbeit. Mal zum Transport kleinerer Werkzeuge, dann auch hin und wieder zur Ablage von Pflanzenresten, die können ja immer so schlecht in der Hosentasche untergebracht werden, nicht?

Der arme EimerNutze ist allerdings Vergangenheit, jetzt muss es wohl ’nutzte‘ heißen, das arme und leidgeplagte Hilfsgerät ist nämlich sozusagen explodiert!

Wie so etwas passiert? Nun, man ist so schön am Moos kratzen und zieht am Wurzelbatzen, als man feststellt, dass die Gehwegplatten zu dreckig sind. Irgendwie ist fertig von ‚da muss noch‘, nicht mehr zu unterscheiden. Also flugs eben den Eimer mit Wasser aus der Regentonne füllen und die Steine abspülen. Jetzt kann man natürlich fragen, warum man dazu ausgerechnet einen Eimer mit Loch nimmt. Vor allem mit SO einem Loch. Das lassen wir aber, weil bei der Antwort Faulheit und Bequemlichkeit eine Rolle spielen (würden). Immerhin ist der Eimer dann aber auch nicht so schwer, weil der ja nun zusätzlich in männlicher Manier entleert sein will, das ist nämlich auch wichtig. Weil, wenn in der Nachbarschaft jemand mit der Gartenarbeit beginnt, dauert es gefühlt nur einige Millisekunden, bis links, rechts und gegenüber auch die ersten Fugenkratzer Funken sprühen und jeder zum anderen schielt, wer denn wohl der Fleißigste ist. Dementsprechend muss man ja eine gute Figur machen, wenn der eigene Eimer in Heldenpose ausgegossen wird und das sieht echt scheiße aus, wenn man den Kübel kaum angehoben bekommt :mrgreen:

Blöde ist’s nur, wenn es haargenau im optisch wirkungsvollsten Schwung einen Knall gibt und sich das Gefäß selbst zerlegt.

Kräck!

Der Eimer besteht in einem Wimpernschlag nur noch aus Fetzen und du stehst da, wie der König der Trottel aus dem Cartoon!

Mit dem Griff vom Eimer in er Hand. Nur dem Griff, mit einem minimalen Stück vom Rand dran, während das Wasser an dir herunterläuft. Der Rest von dem tapferen Teil liegt nämlich zersplittert über den Vorgarten verstreut und macht dich zum Deppen der Stunde! Die Farbe der Plastikscherben lassen wir dabei noch aus dem Spiel.

Jedenfalls ist jetzt Pause mit Gartenarbeit, mir fehlt schlicht (m)ein Eimer! ☝

 

 

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