Von alten Hobbys und neuen Freuden

Another AmpWiederentdeckt

Kennt Ihr das? Man hat sehr lange Zeit mit Spaß und Begeisterung eine Sache betrieben, plötzlich aber ändern sich die Lebensumstände. Neues tritt in den Alltag und mit der Zeit verblasst das, was einen einst so gefesselt hat.

Bei mir ist es die Gitarre. In der Jugend konnte ich das Instrument kaum aus der Hand legen, doch im Verlauf des weiteren Lebens hat sie sich zu einem hübschen Dekoartikel entwickelt, der gelegentlich abgestaubt wird.

Irgendwann 2006 habe ich schon einmal einen kleinen Anlauf genommen, die Finger wieder auf die Saiten zu drücken, doch leider hat diese Phase nicht lange angehalten. Hinzu kommt im Verlauf noch eine gewisse Neuropathie, man hat mir eigentlich vom Spielen abgeraten, aber das ist gefühlt Blödsinn.

Nun, was soll ich sagen? Ich wage nun einen neuen Anlauf. Das ist allerdings wie die Cola mit der verbesserten Rezeptur. Früher schmeckte das Zeug besser, man weiß aber nicht mehr genau, was nun fehlt oder zu viel ist ;-)

Nun, im Moment schreibe ich diese Zeilen hier mit leicht schmerzenden Fingerkuppen, aber ich rutsche auch kaum noch unter die Saiten, die Verletzungsgefahr sinkt – es wird. Mehr mag ich zum aktuellen Status noch nicht bestätigen :mrgreen:

Strings ...Was ich damit eigentlich sagen will? 

Gerade in schwierigen Lebensphasen hätte mir das Gitarrespiel sicher gutgetan, das hat es immer. Leider sind es aber genau diese Lebensabschnitte, die es einem oft nicht erlauben, sich die dann dringend benötigte Auszeit zu nehmen und sich aus dem Alltag auszuklinken.

Klar, manchmal ist dann auch die Zeit einfach nicht da, aber sind wir doch mal ehrlich: Was gibt es Einfacheres und Schnelleres, als eben die Klampfe in die Hand zu nehmen? Oder eine Stricknadel, vielleicht ein Buch?

Schaut mal nach, was Euch das Leben an Positivem abgewöhnt hat, vielleicht ist es immer noch gut!

Für Euch, nicht für andere.

 

 

Ja lohnt sich das denn in dem Alter noch?

Zeit!Da willst Du jetzt noch mit anfangen?

Das ist ein Satz, gell?

Je älter man wird, desto öfter hört man ihn, wenn größere Veränderungen erwähnt werden. Selbst als wir 2013 von Duisburg in den Odenwald gezogen sind, kam diese Frage schon mindestens an zweiter Stelle jeder Unterhaltung auf. Zu der Zeit war ich, oh Rechenwunder, 7 Jahre jünger, da klang es noch merkwürdiger.

Aktuell befinde ich mich auch in einer Situation, die von vielen Leuten mit dem Statement „Jetzt doch nicht mehr!“ belegt wird. Wenn es so weit ist, werde ich wahrscheinlich auch einige Worte dazu hier verlauten lassen, vielleicht sogar einige mehr. Jetzt im Vorhinein, möchte ich aber noch keine ungelegten Eier färben ;-)

Wie auch immer, zurück zum Thema. Ich habe mir mal Gedanken gemacht, wo man eigentlich steht, wenn die 50 Jahre überschritten sind.

Dazu einfach eine kleine Übersicht:

Die statistische Lebenserwartung von Männern liegt bei ca. 78 Jahren, Frauen können noch rund 4 Jahre oben drauf packen. Das ist auch logisch, die Damen haben halt mehr zu erzählen ;-) (Gleich gibt’s wieder Beschwerdemails… :mrgreen: ). Jetzt meckert nicht wegen Statistik und Co, im Leben weiß man letztlich auch mit 30 nicht, ob der nächste Sonnenaufgang nicht der letzte ist. Das klingt hart und ist scheiße, lässt sich aber nicht ändern.

Wenn man nun davon ausgeht, dass bis so irgendwo um das 20. Lebensjahr herum ohnehin jeder mit Schule, Elternhaus und erzogen werden ausgelastet ist, sind diese Jahre ziemlich verplant. Spätzünder, Frühstarter und Ödipus- oder Elektrakomplexe mal außen vor gelassen, stehen nun noch 58 Jahre zur freien Verfügung. Übrigens, wenn man auch noch studiert, ist das vielleicht etwas bitter. Da fehlen dann zusätzlich einige Jahre, nur damit man ein Papier hat, auf dem geschrieben steht, mit welchen 2 % eines komplexen Themas man sich eigentlich auskennen sollte. (Achtung: Das war irgendwas mit Satire, damit geht derzeit fast alles! Humor, Baby, Humor ;-) )

So im und beim klassischen Lebensbild kommen nun noch eigene Kinder, Partnerschaftsübungen und alles Mögliche an Fehlschlägen durch das Sammeln von Erfahrungen hinzu, ich veranschlage dies pauschal mit weiteren 20 Jahren, somit sind also noch 38 Jahre planbar. Es folgt dieser komische Lebensabschnitt der festgelegten Pflichten. Zum einen der Blick nach hinten, ob Fehler ausgebügelt werden können und zum anderen die Planung für das Rentenalter. Das ist zwar noch weit weg, winkt aber schon am Horizont – irgendetwas möchte zu der Zeit schon erreicht sein. Meist ist es das nicht wirklich, das gibt aber keiner zu, das will keiner hören. Gerade die aktuellen Zeiten zeigen doch, dass das Auftreten und der Umgang mit so etwas wie einem Virus zum Beispiel, die komplette Planung in ein paar Wochen über den Haufen werden kann. So oder so, da sind locker wieder 10 Jahre den Bach runter.

Ha, merkt Ihr das auch? Ja, genau!

Da ist man dann schon rund 50 Jahre alt! In Worten: FÜNFZIG! Ungefähr jedenfalls. Die interessantere Lebensphase ist noch übrig! Man hat, statistisch gesehen, jetzt noch mehr Zeit Unsinn zu veranstalten als in den früheren Jahren, wo einem das noch eher nachgesehen wurde. Das ist ein bisschen blöd, immerhin ist man aber mittlerweile auch etwas weitsichtiger, wenn es um das Treffen von Entscheidungen geht. Also manchmal jedenfalls, könnte sollte es so sein. Schau aber mal an, da sind rechnerisch noch 28 Jahre Vollgas drin!

Was ich damit sagen will?

Lieber später noch ins saubere, aber kalte Wasser springen, als bis zum Ende seiner Tage im blubbernden Schlammtümpel zu hocken. Ach ja, Baum pflanzen und Rheumasalbe nicht vergessen ;-)

 

 

Ein Wort noch zum Verhalten, in der aktuellen Corona Situation

Noch ein Wort...Vielleicht ist das Problem nicht das Problem!

Viele Unannehmlichkeiten mit denen wir im Moment kämpfen, kommen nicht durch Unveränderliches und Krankheit.
Sie kommen vom Mangel an Vertrauen, vom fehlenden Glauben!
Hamsterkäufe und rebellisches Verhalten, sind nur einige Zeichen dafür.
Einige sollten überlegen, warum dies so ist!

Vertrauen muss verdient werden!

Kaum jemand misstraut der Aussage, dass der Virus gefährlich ist. (Übrigens ist „der“ Virus nicht falscher, als „das“ Virus!)
Viele misstrauen aber der Aussage, dass Lebensmittel ausreichen, dass Corona nicht tödlich, sondern „nur“ gefährlich ist.
Damit wird selbst dem Virus mehr Zuverlässigkeit zugeschrieben, als denen, die in solchen Situationen die Lösungen suchen müssen!
Es muss im Vorfeld, viel verspielt worden sein!

Kompetenz

Es ist eben schwer zu glauben, dass Menschen die vor wenigen Monaten noch das Geschlecht von Papierkörben untersucht haben, plötzlich die Fähigkeit aufbringen, die Bevölkerung vor Verseuchung zu schützen.

Es ist eben schwer zu glauben, dass Lebensmittel ausreichend vorhanden sind, wenn Wochen vorher schon von hohen Stellen geraten wurde, Vorräte zu bunkern.

Es ist eben schwer zu glauben, dass für die Gesundheit verantwortliche Minister besonnen entscheiden, wenn sie im Vorfeld das Pflegepersonal und die Versorgung infrage gestellt haben.

Es ist eben schwer zu glauben, dass die so hoch gelobte EU wirklich eine Existenzberechtigung hat, wenn sie plötzlich in der Bedeutungslosigkeit versinkt und die Nationen schlagartig ihre Grenzen wiederfinden.

So etwas führt zu Unsicherheiten. Diese führt zu Angst und diese wieder, führt zum Auslösen der Überlebensreaktionen!

Ihr, liebe Verantwortliche, habt dafür zu sorgen, dass aus „Rette sich wer kann“, ein echtes „Wir schaffen das“ wird! Es gibt Menschen im Land, die gar nicht mehr realisieren, dass Corona nicht garantiert tödlich, sondern eben sehr gefährlich ist, wenn die Ausbreitung nicht gestoppt wird.

Aber wenn aus einem Toten tragischerweise zwei werden, kann man ja ruhig von einer Verdopplung sprechen, das klingt so schön heftig und wirksam, gell? 2000 statt 1000 sind auch eine Verdoppelung, merkt Ihr da was?

Mich sorgen übrigens nicht die, wahrscheinlich notwendigen, Unannehmlichkeiten der Virusgeschichte aktuell.
Ich sehe mit Bedenken auf die „bewährten“ Veränderungen, die am Ende beibehalten werden, weil irgendjemand da seinen ganz persönlichen Vorteil draus zieht.

Ebenso wäre es nicht neu, dass zugesagte Hilfe nur bei denen ankommt, die sie nicht benötigen oder später die Hand aufgehalten wird. Dann, wenn sich an die Krise niemand mehr erinnern will und die Folgen, nicht mehr auf die Ursachen zurückzuführen sind!

Da, werte Politik und Medien, DA liegen oft die Ursachen von Hamsterkäufen und falschem Verhalten. Wo kein Vertrauen vorhanden ist, fehlt auch der Respekt!

Noch ein Appell an alle, die nicht besonders gefährdet sind!
Im Löwenanteil aller Fälle werdet Ihr nicht krank!

Wenn doch, fühlt Ihr Euch einige Tage nicht gut, bestenfalls merkt Ihr es noch nicht einmal! Also bitte, plant nicht das eigene Ende durch Corona, dies wird ohne weitere Umstände so nicht kommen! Sorgt Euch darum, dass Gefährdete nicht durch unüberlegtes Verhalten infiziert werden!

Wo kein Vertrauen existiert, schafft welches!

 

So viel für jetzt. Mit den nächsten Beiträgen, versuche ich hier wir gewohnt weiterzumachen! ;-)

 

wichtig

 

 

 

 

 

 

 

Corona, Verhalten & Ausgangssperren

wichtigDas eigene Verhalten

Trotz meiner noch eher geringen Reichweite, möchte ich auch ein Wort zum Verhalten einiger Mitmenschen in diesen Corona-Zeiten verlieren. Nicht, weil ich da jetzt von profitieren will, dass die Begriffe zum Thema überall explosionsartig verbreitet werden, sondern weil ich wie JEDER andere Mensch, von der Situation betroffen bin!

Es ist egal

Wer immer auch der Meinung ist, dass sein eigenes Verhalten im Moment aufzeigen muss, wie ER oder SIE jetzt das richtige tun, sollte sich klar machen, dass es völlig egal ist, wenn es nicht dem entspricht, was angebracht ist.

Es ist egal, ob die Panik jetzt hochgepuscht wird.

Es ist egal, ob alles noch viel schlimmer ist, als die Hysterie vermuten lässt.

Es ist egal, ob die Regierung Recht oder Unrecht hat.

Es ist egal, ob Du glaubst, alles ist real oder Lüge!

Warum?

Weil unvernünftiges Verhalten, wie Hamsterkäufe und trotziges Grüppchenbilden, auf jeden Fall NUR (!) Nachteile mit sich bringt. Wird sich nicht an das Gebot gehalten, auf Gruppenbildung zu verzichten, ist eine Ausgangssperre die logische Folge. Die Verantwortlichen können doch gar nicht anders handeln! Jedem sollte klar sein, dass der Staat in der Lage sein wird, alle Maßnahmen auch durchzusetzen, völlig unabhängig davon, ob man selber das nun toll der doof findet.

Sich selber, Fremde oder auch (und vor allem) gefährdete Menschen einem völlig unnötigen Risiko auszusetzen, ist einfach nur dumm und sinnlos.

Alle Unvernunft führt nur dazu, dass jedes im Moment noch kleine Problem, sich zu einem riesigen Gau entwickeln kann. Es geht nicht alleine um eine Krankheit, es geht um Existenzen, die gefährdet sind. Ohne Einkommen, kein Überleben! Man kann sich nicht einerseits auf den Staat verlassen, dass er alle finanziellen Probleme überbrücken kann und sich zeitgleich gegen alles wehren, was der Staat unternimmt, um diese Situationen im Vorfeld zu verhindern oder zumindest, zu minimieren!

Es ist nicht egal

Was aber auch im Moment niemand braucht, sind Zeitungen, Webseiten, Rundfunk und Weltuntergangsprediger, bei denen mit jedem Toten um Klicks und Auflagen gelechzt wird, weil man die Defizite der vergangenen Jahre meint abfangen zu können. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass man diesen Virus in denn allermeisten Fällen völlig folgenlos überstehen wird. Nur eben nicht jeder, und das ist das, was man sich vor Augen halten muss! Je länger und schlimmer es wird, desto mehr Menschen, werden aber in die Gruppe der „Nicht jeder“ einfließen. Schreibt gefälligst auch dazu, in gleicher Stärke, wie viele wieder genesen sind! Auf der anderen Seite: Nutzt solche Zahlen nicht, um die eigene Unverantwortlichkeit zu rechtfertigen!

Wenn die Vernunft in Teilen der Bevölkerung so ruiniert ist, dass solche einfachen Dinge nicht beherzigt werden, dann haben vor allem alle die eine Schuld daran, die ein solches Denken ausgelöst haben. Das allerdings ist nicht jetzt entstanden, diese Pflanze wurde schon vor Jahrzehnten gezüchtet!

Wer nicht in der Lage ist, sein Leben ohne Bespaßung von außen für ein paar Tage zu meistern, wird feststellen, dass es gar keine andere Wahl gibt! Nur werden dann aus Tagen sicherlich Wochen, vielleicht Monate!

Wer jetzt meint, dass er besonders schlau, cool oder aufgeklärt ist, wenn er aus Rebellion draußen absichtlich Kontakte sucht, ist einfach nur unglaublich dumm!

Appell:

Kneift die Arschbacken zusammen und macht alles Menschenmögliche, um diesen Corona-Mist, schnell aus der Welt zu bekommen. Bleibt Zuhause, schützt die Gefährdeten und, VOR ALLEM, die, auf die wir alle angewiesen sind!

Busse müssen fahren, Geschäfte funktionieren und Mediziner ihren Job machen können. Wer vorsätzlich dazu beiträgt, dass es NICHT funktioniert, wird die Rechnung dafür bekommen. Heftig, lange und nachhaltig!

Ich bin bestimmt der Letzte, der unserer Regierung kopfnickend zustimmt, gerade nicht nach dem Kasperletheater, der letzten Jahre. Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass eben diese Regierung es ist, die JETZT uns alle am Leben erhalten MUSS. Es gibt keine andere Möglichkeit, ob es uns nun passt oder nicht! Nochmals betont: Es geht um die Existenz unseres Lebenssystems, nicht nur um die Gesundheit eines Einzelnen.

Mit ist völlig klar, dass sich im Moment auch der Verlust in Vertrauen und Glauben, an die Politik und die Welt im Verhalten Einzelner widerspiegelt, ändern wird dies aber nichts! Es ist im Moment völlig nebensächlich, ob man nun AfD, CDU, SPD oder Grüne wählt, eine einzige falsche Entscheidung kann dazu führen, dass all diese Dinge in Zukunft, keine Rolle mehr spielen.

Abgerechnet, wird zum Schluss!

Wundert Euch auch bitte nicht, wenn es in den nächsten Tagen keine regelmäßigen Blogposts hier gibt, auch ich und meine Familie müssen jeden Tag neu bewerten, was nun wichtig ist. All das ist eben auch davon abhängig, wie mit all dem umgegangen wird, was ich da eben gerade und aus dem Bauch heraus, geschrieben habe!

wichtig

 

 

 

 

 

 

 

Ein Dank, vor allem, an die Unsichtbaren!

Herzlichen Dank vom Moralei!Ein Dankeschön

Ich weiß, dass ich garantiert nicht der Erste bin, der sich bei all jenen bedankt, die auch in seltsamen Zeiten wie diesen, Leistung bringen.

Ebenfalls bin ich sicher, dass ich nicht alle namentlich erwähnen kann, denen ein besonderer Dank gebührt, gerne darf jeder in den Kommentaren ergänzen, was ich vergessen habe.

Neben den direkt mit der Gesundheit verbundenen Menschen, möchte einfach noch speziell „Danke“ an die sagen, die so transparent und im Hintergrund, unser gewohntes Leben ermöglichen:

Müllabfuhr

Stromversorgung

Telekommunikation

Trinkwasser

Abwasser

Tankstellen

Servicetechniker

Lieferanten

Produktionsmitarbeiter

Verkauf & Regalfüllung

Sicherheit und Ordnung

Straßenreinigung

Eine bestimmt unvollständige Liste, keine Frage.

Danke!

 

 

 

Der innere Tachometer

Der TachoDie Sicht auf die eigene Geschwindigkeit

Ist Euch schon aufgefallen, wie oft man im Alltag darauf bedacht ist, Geschwindigkeiten zu prüfen und vor allem, nicht zu überschreiten? Im Auto, bei der Waschmaschine und sogar beim Küchenmixer, ist jeder darauf bedacht, nur nicht zu weit aufzudrehen.

Gerade beim Autofahren ist die größte Umsicht angebracht. Unzählige Male geht es gut, kleinere Überschreitungen der maximal zulässigen Geschwindigkeit fallen selten auf oder werden gar nicht geahndet. Geht es irgendwann schief, sind vielleicht ein paar Euros fällig, ärgerlich aber zu verschmerzen.

Übertreibt es jemand mit dem Limit jedoch deutlicher, ändert sich die Gefahrenlage drastisch. Von wirklich bedeutenden Geldstrafen über Fahrverbot bis zur Lebensgefährdung, reicht da die Bandbreite. Nur wenige Menschen riskieren wissentlich solche Konsequenzen, was wäre auch zu erreichen? Auch von außen wird drauf geachtet. Die Polizei, Passanten und Nachbarn – jeder wird aufmerksam, wenn sich ein Fahrzeug in halsbrecherischer Weise durch die Straßen bewegt. Notfalls wird eingeschritten, vielleicht Schlimmeres verhindert.

Der menschliche, der eigene Tacho

Wie sieht es denn aber beim Eigenen, dem biologischen Tacho aus? Plötzlich schaut der Einzelne da gar nicht mehr so genau auf den Zeiger. Klar, man kann nicht bei jeder Handlung darauf bedacht sein, immer im sicheren Rahmen zu verbleiben. Geht doch gar nicht. Die anderen vorher genannten Beispiele, da geht es ja auch viel stärker darum, keinen Schaden zu verursachen. Vorne weg zählt allzu oft auch, was eben die anderen denken, sehen und erwarten. Sein Inneres kennt man doch gut genug, da braucht niemand reinreden. Alles im Griff!

Wirklich?

Der bedeutendste Unterschied liegt meiner Meinung nach eher bei dem Zeitraum, der vergehen kann, bis die Auswirkungen spürbar werden. Auch passt keine Polizei auf, wenn jemand mit seiner inneren Einstellung immer auf Vollgas fährt. Wenn es im Straßenverkehr blitzt oder gar knallt, ist fast jedem Schuldigen klar, dass man nicht umsichtig war. Schwächelt man aber körperlich oder seelisch, können Jahre vergehen, bis die Auswirkungen spürbar sind. Wer will denn dann noch die Ursachen genau benennen können? Noch schlimmer ist es, wenn nichts mehr gegen die Probleme unternommen werden kann.

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Das Ding mit der Planung

Erleuchtung SymbolDu hast früh einen Behördengang ohne festen Termin und startest dementsprechend zeitig in den Tag. Wer eher kommt, ist auch schneller fertig. Alle anderen haben dummerweise die gleiche Idee.

Du planst mit der Frau ein einfaches und schnelles Mittagessen, der Tag ist ungewöhnlich eng getaktet. Einfach Grillwurst in die Pfanne und in’s Brötchen, so passt es auch für den Rest der Familie, da ist heute ebenfalls ein unüblicher Rhythmus drin. Nur, du bekommst keine Grillwurst, es ist einfach keine da. In beiden Läden, die sich zeit- und wegtechnisch ideal anbieten.

Du willst eine Glühlampe mitbringen, weil im Bad anlässlich einer defekten solchen, nur noch Kuschelbeleuchtung herrscht. Wegen Würstchenfrust, vergisst du das Teil.

Wir haben aber eine neue Küchenwaage angeschafft, auf der sich bestimmte Teller und Gefäße besser positionieren lassen. Es scheppert in der Küche, jetzt kannst du noch wiegen, allerdings nichts mehr ablesen. Nie mehr …

Du hoffst, dass die frühestens für die kommende Woche erwartete Heizöllieferung terminlich keine Herausforderung wird, legst deswegen alles andere Planbare schon auf den morgigen Tag. Das Telefon klingelt 10 Minuten später, dein Öl könnte unerwartet schnell geliefert werden, gleich morgen.

Ich werde bei Angelegenheiten, an denen viel zu viele Menschen und Dinge beteiligt sind, auf die man gar keinen Einfluss hat, zukünftig auch nicht mehr von Planung sprechen. Nur noch von Erwartung und Möglichkeiten.

Ich habe mich gestern gar nicht mehr getraut hier laut zu jammern, wurde dann für heute geplant als Möglichkeit erwartet ;-)

 

 

Rückgängig machen!

Symbol Rückgängig WiederholenRückgängig machen oder Undo?

Wer hat es im Leben nicht schon erlebt? Man hat einen Fehler gemacht, einfach Scheiße gebaut. Ja, er ist unfein, der Ausdruck, beschreibt es aber immer noch ziemlich treffend. Es ist etwas geschehen, was man mit dem Wissen des Augenblicks nicht verursacht hätte. Blöderweise kann dieser Augenblick sowohl Millisekunden- wie auch erst Jahre später eintreten.

Aus der digitalen Welt kennen wir wohl alle den unauffälligen, aber feinen Kopf mit der Funktion „Rückgängig machen„, welcher schon so manches Projekt gerettet hat. Blöderweise gibt es den im echten Leben nicht.

Manchmal habe ich den Eindruck, dieser Umstand wird verdrängt. Bei vielen Dingen, welche sorgfältig überlegt sein sollten, kann man eher „Try & Error“ als Entscheidungsgrundlage vermuten. In der aktuellen Zeit zudem bei Angelegenheiten, die zunächst andere betreffen, wo Verantwortung zu übernehmen wäre.

Genau die digitale Welt übrigens, die dieses schöne „Rückgängig machen“ ermöglicht, sorgt nämlich im Ausgleich dafür, dass Fehler und Irrtümer in einer Geschwindigkeit Folgen haben können, die man gar nicht abschätzen kann. Würde ich beim Schreiben einer Nachricht am PC noch einen Schritt zurückgehen, ist spätestens nach dem Senden Schluss. Klar, manchmal kann man auch Gesendetes wieder zurückziehen, die Gefahr, dass der Adressat es doch noch lesen konnte, ist aber groß.

Vielleicht führt ein virtuelles Leben, in dem man in einem Moment alles zurücksetzen kann, auch zu einer gewissen Oberflächlichkeit. Die Natur bietet diesen Komfort nicht, sie ist es allerdings, die letztendlich den Lebenstakt bestimmt. Auch dann, wenn Konsumjunkies oder Illusionisten meinen, mit menschengemachten Schnellschüssen alles an ihre Vorstellungen anpassen zu können.

Das Leben hat eben diese eine Funktion nicht: „Rückgängig machen!“

PS: „Wiederholen“ funktioniert auch nicht ;-)

 

 

 

 

Der Lebensakku

AkkupegelVerzeiht mir, wenn der Beitrag jetzt einen etwas morbiden Eindruck macht, so ist er eigentlich nicht gemeint.

Meine folgenden Gedanken wurden durch eine Bemerkung angeregt, welche ich zufällig aufgeschnappt habe. Wird höchstwahrscheinlich beim Arzt gewesen sein, ich weiß es nicht mehr genau.

Jedenfalls ist mir im Gedächtnis geblieben, dass ein Mann auf einem Stuhl sitzt und auf sein Handy schaut. Er wird gerufen, erhebt sich und nach einem kurzen Blick auf das Display entfernt er sich mit den Worten: „So, dann mal sehen, wie voll denn MEIN Akku noch ist!“ Irgendwie war es der Tonfall, der meine Aufmerksamkeit erregt hat, was mag er wohl erwarten? Für einen kurzen Moment hat mich das gefesselt.

Im Prinzip macht sich ja kaum jemand gerne Gedanken zum Ablaufen der eigenen Eieruhr, nicht? Zugegeben, mit 20 empfindet man seine Jahre anders als mit 50 und dies, obwohl ja niemand vorhersehen kann, was noch vor einem liegt. Unglücke und Krankheit kennen zudem keine Jugend. Wenn man seine Jahre mal zerlegt, steht „alt“ allerdings nicht wirklich für die reale Anzahl an erlebten Jahren, sondern eher für das, was man unbewusst als zu erwartenden Rest einschätzt.

Würde jemand die Darstellung der Restlebenszeit mit der Akkuanzeige von technischen Geräten realisieren, wäre das Ergebnis wohl wirklich eher düster. Wer kennt nicht das Gefühl, dass ein Akku mit 60 % Energie, noch gut was leisten kann. Bei 30 % wird aber schon unbewusst, nach der nächsten Steckdose gesucht. Dabei weiß aber auch jeder, dass in den meisten Fällen die Geräte noch wesentlich länger durchhalten, als der Ladestand vermuten lässt.

Gedanken eben…

 

 

 

E-Zigarette, Drogen und Suchtberichts der Drogenbeauftragten der Bundesregierung – 2019 | Michael-Floessel.de – Blog

Man muss nicht alles immer wieder neu schreiben. Manches kann man einfach verlinken ;-) OK, für mich und alle anderen, denen jeder Klick zu viel ist, der direkte Link zum Bericht :mrgreen:


Viele von den Menschen, die wie ich gerne mit der E-Zigarette dampfen, kennen bestimmt so hohle Phrasen wie: „Ach ja, das ist ja noch schlimmer als Tabak!“ Totschlagargumente und unbest…

Quelle: E-Zigarette, Drogen und Suchtberichts der Drogenbeauftragten der Bundesregierung – 2019 | Michael-Floessel.de – Blog