Die Kraft der Nase

Hatschi - GesundheitEs bahnt sich etwas an

Man muss noch nicht mal erkältet sein, um es zu kennen: Das Gefühl, dass sich in der Nase etwas vorbereitet. Etwas, das hinaus möchte, mit Kraft und Energie.

Manchmal merkt man es schon lange vorher, gelegentlich kommt es plötzlich, aufhalten lässt es sich nicht. Wovon ich rede? Vom Niesen!

Richtig lohnenswert ist es allerdings erst, wenn man gerade etwas im Mund hat. Wenn man keine Gelegenheit bekommt, dieses „was auch immer“ auszuspucken, ehe es zu spät ist.

Das Geschoss

Nehmen wir mal das berühmte Hustenbonbon beim Autofahren. Neben der Gefahr, durch einen Nieser einige Meter quasi im Blindflug zu fahren, ist die Chance, eine körpereigene Kanone zu bilden, ja sehr real. Es macht kurz „Hatschi“, und das Geschoss donnert, als ballistische Waffe, in Richtung Front. Nun ist alles möglich! Im harmlosen Fall, trifft es irgendwo das Armaturenbrett, prallt noch einen Moment wie eine Flipperkugel hier und da ab, bis es irgendwo als eklig-klebrige Masse eine Verbindung mit dem Material eingeht. Wohl dem, der hier auf zuckerfreie Munition gesetzt hat. Allerdings ist durchaus davon auszugehen, dass die zuckrige Variante weniger gefährlich ist, immerhin verliert das Bonbon durch das Kleben beim Aufprall mehr Energie.

Kritischer ist es da schon, wenn das Zielsystem auf die Windschutzscheibe eingestellt ist. Was da alles passieren kann. Vom Rückprall unter Beschädigung des Fahrers, bis hin zum Glasbruch – alles scheint möglich! Ich weiß nicht, ob es Statistiken zu den Reparaturfällen bei Hustenbonbonbeschuss gibt, es würde mich aber durchaus interessieren. Vielleicht sollte man mal eine Anfrage bei der Firma, mit der kaum aufdringlichen Radiowerbung stellen.

Glücklicherweise verlaufen die meisten Zwischenfälle eher harmlos und schließen sich, unter Bildung eines Patsch-Matsch-Fleckes, selbst ab. Viel Spaß beim Wischen.

Die Fontäne

Was sich auch wirklich lohnt, sind Getränke. Wenn man es richtig ausnutzen will, empfiehlt sich da der Computer oder auch eine Fensterscheibe, in maximal 50 Zentimeter Abstand zum Mund. Du hast was auch immer im Mund, es kitzelt und zuckt im Riechorgan und „Pflotsch“, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Im besten Falle wieder wischen, ansonsten sind Tastaturen und Monitore manchmal auch günstig gebraucht zu bekommen.

Im Kreise der Lieben

Dies ist nur ein besonders kritischer Bereich. Am Esstisch zum Beispiel, kann man völlig neue Seiten an den Menschen kennenlernen, mit denen man vielleicht schon seit Jahrzehnten zusammenlebt. Das ist vor allem schon deshalb ein Erlebnis, weil alles immer wieder neu ist.

Ein mit Druck verteiltes Kotelett, vor dem endgültigen Ende des Kauvorganges, ist doch etwas völlig anderes, als ein Schokopudding. Was da alles möglich ist, was man mit einem einzigen Niesen, nicht alles erreichen kann! Neue Muster auf den Möbeln und auch den Gesichtern. Nie liegen doch Faszination und Abscheu, so nahe beieinander. Vor allem ja auch, weil das eine Sache des Standpunktes ist. Was man selber aus sich herauskatapultiert hat, kommt doch beim Gegenüber völlig anders an. Das ist eine wirkliche Ansichtssache, eine Momententscheidung! Eines ist es aber Gewiss: ein anmaliger Anblick! Dann kommt wieder das Wischen, ohne wird es nicht gehen. Wie allerdings von nun an die Stimmungslage ausschaut, sollte nicht hinterfragt werden.

Hatschi

Das Wort ist ja doch der Inbegriff, des Niesens.

Ich glaube nicht, dass es irgendwem im Sprachraum gibt, der „Hatschi“, nicht zuordnen kann. Allerdings ist das doch völliger Blödsinn. Wenn man nicht gerade einen romantischen Film aus den frühen Jahren der Kinogeschichte schaut, in dem das holde unschuldige Fräulein ein zartes Nieserlein rauslässt, klingt’s doch im Allgemeinen eher härter, brutaler und Schmerzhafter. Wer kennt ihn nicht, den Nachbarn oder Arbeitskollegen, der selbst am Flughafen Lärmbeschwerden auslöst, wenn er seine Schleimhäute entlädt. Oder der automatisierte Schnupfer, der, wenn er erst begonnen hat, nicht unter 5 Runden, das Match beendet? Gerne auch in Kombi mit dem Urknalltyp, es soll sich ja schließlich auch lohnen!

Gesundheit ;-)

 

 

 

Der innere Tachometer

Der TachoDie Sicht auf die eigene Geschwindigkeit

Ist Euch schon aufgefallen, wie oft man im Alltag darauf bedacht ist, Geschwindigkeiten zu prüfen und vor allem, nicht zu überschreiten? Im Auto, bei der Waschmaschine und sogar beim Küchenmixer, ist jeder darauf bedacht, nur nicht zu weit aufzudrehen.

Gerade beim Autofahren ist die größte Umsicht angebracht. Unzählige Male geht es gut, kleinere Überschreitungen der maximal zulässigen Geschwindigkeit fallen selten auf oder werden gar nicht geahndet. Geht es irgendwann schief, sind vielleicht ein paar Euros fällig, ärgerlich aber zu verschmerzen.

Übertreibt es jemand mit dem Limit jedoch deutlicher, ändert sich die Gefahrenlage drastisch. Von wirklich bedeutenden Geldstrafen über Fahrverbot bis zur Lebensgefährdung, reicht da die Bandbreite. Nur wenige Menschen riskieren wissentlich solche Konsequenzen, was wäre auch zu erreichen? Auch von außen wird drauf geachtet. Die Polizei, Passanten und Nachbarn – jeder wird aufmerksam, wenn sich ein Fahrzeug in halsbrecherischer Weise durch die Straßen bewegt. Notfalls wird eingeschritten, vielleicht Schlimmeres verhindert.

Der menschliche, der eigene Tacho

Wie sieht es denn aber beim Eigenen, dem biologischen Tacho aus? Plötzlich schaut der Einzelne da gar nicht mehr so genau auf den Zeiger. Klar, man kann nicht bei jeder Handlung darauf bedacht sein, immer im sicheren Rahmen zu verbleiben. Geht doch gar nicht. Die anderen vorher genannten Beispiele, da geht es ja auch viel stärker darum, keinen Schaden zu verursachen. Vorne weg zählt allzu oft auch, was eben die anderen denken, sehen und erwarten. Sein Inneres kennt man doch gut genug, da braucht niemand reinreden. Alles im Griff!

Wirklich?

Der bedeutendste Unterschied liegt meiner Meinung nach eher bei dem Zeitraum, der vergehen kann, bis die Auswirkungen spürbar werden. Auch passt keine Polizei auf, wenn jemand mit seiner inneren Einstellung immer auf Vollgas fährt. Wenn es im Straßenverkehr blitzt oder gar knallt, ist fast jedem Schuldigen klar, dass man nicht umsichtig war. Schwächelt man aber körperlich oder seelisch, können Jahre vergehen, bis die Auswirkungen spürbar sind. Wer will denn dann noch die Ursachen genau benennen können? Noch schlimmer ist es, wenn nichts mehr gegen die Probleme unternommen werden kann.

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Warum ich den Begriff „Schlacke“ nicht mehr hören kann! – Onkel Michaels kleine Welt

Kein Foto LogoIch selber habe aktuell (und auch in den vergangenen Monaten), ja viel mit gesundheitlichen Angelegenheiten und Behandlungen zu schaffen. Also als Empfänger, nicht als Sender.

Sind es nun der Diabetes, das eigene Gewicht oder die Augen und was sonst noch – manchmal geht es nicht ohne professionelle Behandlung. Ist es was ernsteres, nehmen all diese Termine einen relevanten Teil des Alltags ein. Irgendwann trifft man in diesem Kosmos allerdings auf Artgenossen, welche immer ganz besonderes Wissen mit einzigartigen Ratschlägen liefern. Meist unbestellt, selten von echten Medizinern, eher so im Wartezimmer oder im Internet*. Ach ja, in bunten Zeitschriften auch, aber Hallo!

Gerade wenn der eigene Vorrat an Erkenntnissen und Erfahrungen wächst, fällt immer öfter auf, wie viel Unfug im Namen der Gesundheit gerne verbreitet wird. Ein Beitrag auf „Onkel Michaels kleine Welt“ spricht mir dabei sehr aus der Seele, ich kann gar nicht genug zustimmen. Was ist also sinnvoller, als die Zeilen meines Namensvetters hier zu verlinken? :-)


Ich kann es nicht mehr hören! Ich kann es wirklich nicht mehr hören! Es geht mir so auf den Zeiger! Worüber ich mich aufrege? Über dieses unsägliche Gelaber von den „Schlacken“ im Körper. Gerade sc…

Quelle: Warum ich den Begriff „Schlacke“ nicht mehr hören kann! – Onkel Michaels kleine Welt


*Am sinnvollsten ist es im Internet nach Beschwerden erst dann zu suchen, wenn die Genesung bereits abgeschlossen ist! Es macht viel mehr Spaß zu erkennen, welcher Krankheit man gerade nicht erlegen ist, anstatt zu lesen, was einen eigentlich vor Wochen schon hätte dahinraffen müssen ;-)

 

 

E-Zigarette, Drogen und Suchtberichts der Drogenbeauftragten der Bundesregierung – 2019 | Michael-Floessel.de – Blog

Man muss nicht alles immer wieder neu schreiben. Manches kann man einfach verlinken ;-) OK, für mich und alle anderen, denen jeder Klick zu viel ist, der direkte Link zum Bericht :mrgreen:


Viele von den Menschen, die wie ich gerne mit der E-Zigarette dampfen, kennen bestimmt so hohle Phrasen wie: „Ach ja, das ist ja noch schlimmer als Tabak!“ Totschlagargumente und unbest…

Quelle: E-Zigarette, Drogen und Suchtberichts der Drogenbeauftragten der Bundesregierung – 2019 | Michael-Floessel.de – Blog