Display mit Selbsterkenntnis

Dein Tablet zeigt die schonungslose WahrheitSchonungslose Wahrheit

So sieht dich dein Tablet samt Smartphone, wenn du siehst, wie dein Smartphone das Tablet sieht, während du dich auf dem Tablet mit Smartphone siehst. :cool:

Klingt komisch, beschreibt das Foto aber ziemlich gut.
Eigentlich wollte ich nur zeigen, wie dämlich ein spiegelndes Display draußen sein kann. Bekommen habe ich mich selbst, das Handy, ein bisschen Himmel, ein bisschen Garten und die stille Erkenntnis: Technik zeigt einem manchmal mehr Wahrheit, als man bestellt hat.

Man sitzt also draußen, Tablet vor sich, will kurz etwas lesen, schreiben oder prüfen.

Dann kommt Licht

Schon wird aus dem Display ein kleiner Beichtspiegel mit Prozessor. Man sieht nicht den Inhalt, sondern erst mal sich selbst. Das Gesicht, den Blick, die Frage, ob Rasieren mal wieder nötig wäre, und je nach Winkel auch gleich noch die eigene Seele in Full HD.

Kann man positiv sehen. So ein Tablet hilft beim Reflektieren des eigenen Seins. Bei passender Sonne kann man vermutlich sogar den Nachbarn mit Lichtreflexen irritieren. Ein Gerät für Arbeit, Unterhaltung, Selbstprüfung und optische Kriegsführung, wow, echt stark.

Nur sehen will man halt auch was

Ich kapiere es nicht.

Wer zum Geier baut spiegelnde Displays in Geräte, die draußen genutzt werden? Tablets, Smartphones, Notebooks. Alles mobil, alles überall dabei, alles angeblich für den Alltag gemacht, nur offenbar nicht für Tageslicht.

Bei Fernsehern ist es kaum besser. Tagsüber sieht man Fenster, abends Lampen und Kerzen. Also Dinge, die eigentlich zur Wohnung gehören und nicht mitten ins Bild.

Ja, ich weiß, es gibt matte Folien und genau so eine kommt da jetzt auch drauf.

Bleibt trotzdem die Frage: Warum?

Warum muss man ein Gerät mit spiegelndem Display kaufen?
Weil es zu dem Zeitpunkt nichts anderes gab.

Warum braucht man danach Zubehör, damit dieses Display nicht seine zweite Karriere als Spiegel startet?
Weil irgendwer nicht nachgedacht hat :roll:

Moderne Geräte können heute alles Mögliche und glänzen können sie auch.

Ich hätte nur gern etwas gesehen ;-)

 

 

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Ein Nickerchen

Das Moralei schläft!Energie tanken

Wie ich ja letztens erst bemerkt habe, gibt es Nächte, in denen man nicht wirklich Erholung findet. Vielleicht ist es auch gar nicht wirklich so, jedenfalls weiß man aber, dass es eine miese Nacht war und will dementsprechend müde sein.

Wie auch immer, eine gute Wahl dagegen etwas zu unternehmen, ist das Mittagsschläfchen oder auch Nickerchen. Natürlich funktioniert das nur unter den passenden Umständen, während Job & Co allerdings, hilft meist ausschließlich durchhalten. Wenn man aber Zeit dazu findet, ist die Zeit nach dem Essen ideal.

Du rekelst Dich auf der Couch, schaltest vielleicht noch den Fernseher ein und lässt Dich von irgendwelchen bunten und bewegten Bildchen einlullen. Der Kopf wird schwer, der Schlaf überkommt dich und es macht: Brrääääämmmm!

In Millisekunden sitzt Du senkrecht und fassungslos dort, wo Du gerade eben noch gelegen hast! Lange Überlegungen sind allerdings nicht notwendig. Es ist Samstag, die Sonne scheint und einer Deiner Nachbarn kann es nicht erwarten, seinem Benzinmäher wieder mal die Gartenwelt zu zeigen. OK, eine Entscheidung ist gefragt. Das gekippte Fenster schließen und frische Luft gegen Ruhe tauschen oder das Thema Nickerchen verschieben? Irgendwann muss der Rasen ja perfekt getrimmt sein. Etwas Geduld und siehe da, es wird ruhiger.

Du streckst Dich, wühlst Dich erneut in die perfekteste aller Stellungen und dämmerst weg. Kurz, wirklich nur Millisekunden vor dem Leichtkoma, springt es Dir ins Ohr! Ein nicht ganz dezentes Summen, vielleicht auch ein Brummen? Es hat gerade eben ausgereicht, um Deine Sinne zurück ins Jahr 2020 zu holen, schon ist es wieder weg.

Der NickerchenkillerNur geträumt, Flugzeuge im Bauch oder Karl der Käfer?

Keine Ahnung! Was auch immer das was, jetzt ist Ruhe, jetzt gibt es Mittagschlaf Versuch Nummer 3, nun wird, nein muss, es gelingen. Noch kurz hier und da kratzen, dann wegschlummern. Allerdings krabbelt da nun etwas auf der zum Temperaturausgleich entblößten Wade.

DA KRABBELT WAS! Igitt!

Ein instinktives Wischen und das Problem ist behoben, nicht aber das Neue, was ein Altes ist: ES BRUMMT wieder. Augen auf, Lage peilen – eine Scheißdrecks-Terror-Stubenfliege! Wo kommt die denn her? Muss das JETZT sein? Flieg weg, Fliege, hau ab! Das verlängert Dein Leben und meine Mittagsruhe!

Pustekuchen! Es ist eine von der frechen, von der penetranten Art. Während Du sie noch auf dem Bein wähnst, wechselt sie vom Ellenbogen auf den Kopf, die ganz irren, wagen sich sogar auf die Nase, was die Möglichkeiten des Draufhauens echt einschränkt.

Die wilde Hatz beginnt. Kissen fliegen, Decken wehen und gerollte Zeitungen werden geschwungen. KLATSCH! Das war er, der Garaus! Hab ich Dich! Allerdings, zum Beweis fehlt die Leiche… Innehalten und lauschen, regt sich noch etwas?

Offensichtlich herrscht jetzt Ruhe, noch ist es nicht zu spät. Ein kleines Schläfchen muss einfach noch möglich sein. Diese selige Schwere von vorhin, muss allerdings jetzt erst wieder eintreten. Überhaupt, wie kann man auf dem gleichen Sofa jetzt so dermaßen unbequem liegen? Das ist das gleiche Kissen, auch die Decke sieht identisch aus, warum ist jetzt plötzlich alles so anders? Na gut, man versucht es trotzdem, vielleicht wenigstens ein wenig ruhen?!

Brrääääämmmm!  – Dir schießen die Zornestränen in die Augen, der Rasenmähermann hat wohl etwas übersehen, vielleicht hat auch jemand sein Erbe angetreten.

Du reißt kurz vor dem wahnsinnig werden, die Augen auf. Gerade noch um den Schatten der Fliege zu sehen, die Deine Stirn anvisiert. Sie kommt, sie brummt, sie fliegt, Du schlägst, sie flüchtet.

Kapitulation, Kaffee kochen…

 

 

 

Dies und das noch:

Am Wochenende…

Natur Garten SymbolDer Plan

Mir ist völlig klar, dass nicht jeder Mensch am Wochenende frei hat, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Aber gerade wenn es eine Ausnahme darstellt, bekommt das liebe freie Weekend, doch eher einen besonderen Stellenwert. Wie auch immer, irgendwie sind Samstag und Sonntag, andere Tage.

Man plant also verschiedene Aktivitäten, gerne auch zum Thema „Rund um Wohnung, Haus und Garten“. So sollen es am Samstag mal ein wenig Grünpflege, ein Frühjahrscheck am Auto und ein erster Schritt in Richtung „ordentlicher Keller“ werden.

Der Start

Natürlich kann man nicht alles bekommen, was gewünscht wird. In der Früh sind es noch -1° C draußen, da gehe ich weder in den Garten, noch ans Auto und im Keller ist es auch nicht gerade kuschelig oder gemütlich. Am Besten wird es sein, sich bei einer zusätzlichen Tasse Kaffee mal anzusehen, was sich so entwickelt. Nun, eigentlich sollte das Notebook heute früh noch ausgeschaltet bleiben, aber was kann ich denn auch für das Wetter? Überhaupt, mal kurz in die E-Mails sehen und ein ganz schneller Blick auf die Twitter-Timeline, was soll denn da falsch dran sein? Immerhin muss man ja nicht interagieren, also geht auch keine Zeit verloren.

Prioritäten

Ach, schau mal an. Auf die Nachricht warte ich schon lange, lieber mal antworten, ehe ich das vergesse. Ach so, ja, da muss ich auch noch das passende Foto suchen, geht ja ganz schnell. Vorher aber noch das Rollo ein wenig tiefer ziehen, die Sonne blendet doch etwas zu stark. Oh, Sonne, dann wird es bestimmt gleich wärmer, ich habe ja noch was vor. Alles werde ich aber nicht mehr schaffen, es ist ja auch schon wieder so spät, blödes Wetter.

OK, das Foto. Wo hab ich denn das? Was ein Chaos auf der Festplatte, wer soll denn da was finden? Ne, bis es wirklich angenehm draußen ist, sortiere ich den Kram eben schnell. Dann ist es beim nächsten Mal sogar einfacher, Vorbereitung ist eben alles. Noch ein Kaffee geht bestimmt auch, immerhin sitze ich ja sowieso am Computer. Dann aber gleich direkt zum Auto.

Die Frau braucht den Wagen, stimmt, hatte sie gesagt. Na, so schlimm ist das jetzt auch nicht, ein paar Tage wird er auch ohne Durchsicht auskommen, geht ja eh eher nur um ein paar Flüssigkeiten und den Reifendruck.

Aber ne, so wird das alles nichts! Jetzt geht es erst mal in den Keller. OK, wo fang ich an? Was ist denn in der Kiste? Hm, nicht mein Zeug, muss ich das Eheweib fragen. Blöde, dass die jetzt nicht da ist. Vielleicht mal in den anderen Karton da schauen. Oh ja, meine Computerteile. Müssten eigentlich noch funktionieren, aber nach der langen Zeit? Ich lass‘ das mal da drin, irgendwann habe ich bestimmt Zeit, alles zu testen. Vielleicht kann auch einiges entsorgt werden, der alte Kram ist doch eh nichts mehr wert. Außerdem steht da immer noch das Zeug, bei dem nur die Frau des Hauses entscheiden kann, was damit gemacht wird. So kommt hier keine Ordnung rein! Muss die denn ausgerechnet heute loswollen? So kann ich nicht arbeiten. Wenn der Keller nicht aufgeräumt werden soll, dann lass ich das eben! Ich kann ja auch nicht alles wissen, richtig?

Nun, dann ab in den Garten, wenigstens mal eine Übersicht verschaffen. Mähen lohnt noch nicht, irgendwie ist es auch immer noch lausig kalt. Immerhin bin ich aber jetzt sicher, dass da im Grünen noch viel zu machen ist, da sollten wir nicht zu lange mit warten. Wird ja auch bestimmt bald wärmer, da geht doch alles leichter von der Hand. So richtig stabil, wirkt der Sonnenschein im Augenblick jedenfalls nicht, ich gehe wieder rein.

Aha, ich höre das Auto kommen. Allerdings… Es ist schon recht spät und wenn die Einkäufe verräumt sind, gibt es doch auch schon bald Essen. Da lohnt es jetzt auch nicht mehr, was Neues zu beginnen. Außerdem, bei Eile, fehlt die Sorgfalt.

Sieh da, ich hatte recht! Das Essen ging schnell und nach der Rennerei heute früh, mache ich jetzt erst mal ein Nickerchen, das muss gerade am Samstag ja wohl möglich sein. Außerdem ist morgen auch noch ein Tag, in den Keller kann man bequem auch sonntags und heute Nachmittag beziehungsweise abends, wollten wir ja ein bisschen abgammeln, muss schließlich auch mal sein. Netflix ist nicht kostenlos und wenn man nie schaut, kann das ja gleich gekündigt werden.

Sonntag

Die Frau hat gesagt, dass nur weil ich gestern nicht in die Pötte gekommen bin, es keinen Grund gibt, dass ich sie heute in den Keller schleife. Schließlich will ich ja wissen was das für Zeugs ist und nicht sie.

Das muss man sich mal vorstellen! Als wenn ich was für das Wetter kann! Immerhin ist es Sonntag und auch ich würde an diesem Tage lieber gar nichts machen. Nun gut, dann passe ich mich eben an und kümmere mich um meine eigenen Sachen. Mal sehen, was bei Twitter & Co so los ist und den Blog hier, gibt es ja auch noch.

Scheiß Wetter am Wochenende, wieder nichts geschafft! Obendrein hat oft die Sonne dermaßen geblendet, dass man das Display kaum erkennen konnte.

:mrgreen:

 

 

 

 

 

Die Zeitmaschine im Kopf: eine kurze Reise durch Erinnerungen

bmw-323i-e21-cockpitIch wurde gerade getriggert!

In einem Tweet bei Twitter ging es irgendwann um das Anschauen von alten TV-Sendungen, vornehmlich aus den 80er und frühen 90er Jahren.

Irgendwie hat dies bei mir etwas ausgelöst. In meinem Kopf wurde ein, sich in Echtzeit selbst erstellender, Film gestartet.

Keine große Reise, nein!

Ein ganz gewöhnlicher Tag, für ganz normale Erledigungen. Nur, dass eben der größte Teil davon für immer Erinnerung bleibt, es existiert vieles aus der Zeit schlicht nicht mehr.

Die Autos sind längst als etwas anderes unterwegs, die Musik Kult oder vergessen. Die meisten Orte haben heute andere Bedeutung, vor allem sind leider auch viele der Menschen aus der Zeit, nicht mehr in der Gegenwart zu erleben.

Los geht es:

Ich steige für einen kurzen Moment noch einmal in meinen BMW 323i. Den E21, der E30 ist noch zu neu, für mich unbezahlbar.

Radio an, Kassette rein, die „Sisters of Mercy“ hämmern den „Temple of Love“ in mein Gehör. Wahrscheinlich schüttelt meine Mutter schon wieder den Kopf, weil sie die Musik bis in die Wohnung hört. Nun, es ist wirklich etwas dolle mit der Lautstärke, mal leiser drehen.

Im 323iDer erste Weg führt zur BP-Tankstelle, ich muss verbleites Benzin tanken. Vielleicht wieder teurer heute, wahrscheinlich um 1.15 DM der Liter.

Den Tankwart kenne ich schon lange, zum Sprit noch zwei Raider und eine Flasche Cola, das kennt er schon. Beim Bezahlen lese ich auf der Bildzeitung eine Schlagzeile, irgendwas mit Helmut Kohl und Genscher.

Ich fahre auf den Parkplatz der Firma, es ist 6 Uhr früh, der Job ruft. Heute ist wieder ein Montageeinsatz fällig. Das ist gut, vor allem ruhig.

Wenn man den Hof verlassen hat, kann einen niemand mehr erreichen, bis der Tag auf der Baustelle vorbei ist. Sollte die Arbeit schneller von der Hand gehen, kann man immer noch an einer Telefonzelle stoppen und Rücksprache halten. Hab ich eigentlich noch was auf der Telefonkarte? Egal, ein paar Groschen liegen bestimmt im Handschuhfach.

Nichts Außergewöhnliches auf der Arbeit heute, endlich Feierabend. Anschließend geht es nach Allkauf, ich brauche eine paar leere VHS- und auch Audiokassetten.

Für den Ton werden es wohl wieder BASF Chromdioxid, bei den Videobändern ist mir die Marke relativ egal.

Blöde, die VHS-Tapes sind da, nur keine für die Musik. Wohin nun? Vielleicht bei Divi? Ne, nicht mehr heute, um 18:30 machen die den Laden ja dicht. Außerdem will ich nach Hause, da gibt es vielleicht etwas Neues.

Es kann nämlich sein, dass endlich die Fernsehantenne aufgerüstet ist, ich will auch mal RTL schauen, mit Sat-1 wird’s höchstwahrscheinlich ohnehin wieder nichts, die senden ihren Kram hier einfach zu schwach aus.

Klar, ich könnte auch noch einen Filmvorrat in der Videothek holen, langsam wird das aber auch teuer. Nebenbei kenne ich das Spielchen mit dem Ausleihen, der Rückgabe und dem Zurückspulen. Vergessen als Ausrede zieht bei beidem nicht und ich zahle wieder eine 1 DM „Erinnerungsgeld“.

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